Was macht eigentlich… Rachana Yelpure?

Was macht eigentlich… Rachana Yelpure?

Rachana Yelpure wurde im Juni 1982 in der Millionenstadt Nagpur im indischen Bundesstaat Maharashtra geboren. Im Jahr 2007 schloss sie ihr Masterstudium im Fachbereich Environmental Engineering and Management am Indian Institute of Technology, Delhi mit Erfolg ab. Nach mehreren beruflichen Stationen, u.a. bei bei Degrémont-Suez Environnement und Veolia Water Solutions, arbeitet Rachana seit 2015 bei Gauff Consultants in Frankfurt am Main als Projektingenieurin im Bereich Siedlungswasserwirtschaft. Parallel dazu unterstützt Rachana die Geschäftsentwicklung für den Wassersektor in Europa, in Ländern des Nahen Ostens sowie in Südasien. Rachana ist verheiratet und hat einen 6-jährigen Sohn.

„Lasst uns die ERDE zu einem gesünderen Ort zum Leben machen, indem wir innovative und nachhaltige Umweltschutzlösungen anbieten.“

Kontakt: Gauff Consultants Niederlassung Frankfurt, team-frankfurt@gauff.com, Tel. +49 69 5 00 08-0

 

 

 

Gauff Consultants in Indien erbringt Consulting Leistungen bei der Vorbereitung von Feasibility Studien für 5 Städte im Rahmen des Madhya Pradesh Urban Sanitation and Environment Programme (MPUSEP) – ein im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh durchgeführtes Programm zur Einrichtung eines städtischen Abwasserentsorgungssystems und zur Verbesserung der Umweltbedingungen.

Madhya Pradesh bedeutet wörtlich übersetzt „Zentrale Provinz“ und liegt zentral in Indien. Mit mehr als 75 Millionen Einwohnern steht Madhya Pradesh (MP) an fünfter Stelle der bevölkerungsreichsten Bundesstaaten in Indien. Flächenmässig steht MP mit rund 308.600 km2 an zweiter Stelle in Indien. Hauptstadt von Madhya Pradesh ist die Millionenstadt Bhopal. Das Klima ist subtropisch, mit heftigen Monsunregenfällen ab Juli (Niederschlag > 1.370 mm/a). Madhya Pradesh ist einer der am wenigsten entwickelten Staaten in Indien mit einem geschätzten Pro-Kopf-Einkommen von ca. 900 USD/cap. Die Hauptsektoren umfassen Agrarwirtschaft und Bodenschätze (Diamanten, Kupfer, Kohle, Mangan). Zentrale Lebensader von Madhya Pradesh ist der Narmada mit einer Länge von rund 1.300 km. Der Narmada ist ein heiliger Fluß in Indien. Der Narmada deckt den Wasserbedarf von rund 65% der Bevölkerung des Bundesstaates Madhya Pradesh.

Mit Ausnahme der Städte Bhopal und Indore ist der öffentliche Wassersektor in MP in einem desolaten Zustand. Trinkwasser ist in der Regel gesundheitlich bedenklich und nur zeitweise verfügbar; die Versorgung der Bevölkerung erfolgt mit Wassertankern oder zentralen Zapfstellen. Abwassernetze existieren nur in Einzelfällen, Abwasser wird in der Regel über Gräben („nallahs“) dezentral entsorgt. Aufgrund der kritischen hygienischen Bedingungen ist die Bevölkerung oft in einem schlechten Gesundheitszustand. Die Kommunen (Urban Local Bodies) als Träger der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind chronisch unterfinanziert und kaum in der Lage, wesentliche administrative und technische Aufgaben (Betrieb und Instandhaltung der Anlagen, Verbrauchsmessung, Rechnungstellung und Inkasso) zu erfüllen. Die Gewässergüte des Narmada hat sich aufgrund der zunehmenden Verschmutzung infolge der zunehmenden Einleitung von ungereinigten Abwässern in den letzten Jahren drastisch verschlechtert.

Um den Gesundheitszustand der Bevölkerung und den Umweltschutz in der Region nachhaltig zu verbessern, hat der Oberste Minister (Chief Minister) von Madhya Pradesh eine ehrgeizige Initiative unter dem Namen „Abwassermission 2025 des Obersten Ministers” gestartet. Auf der Grundlage der deutsch-indischen Verhandlungen vom Juli 2013 wurde ein Betrag in Höhe von 50 Millionen EUR bereitgestellt, um die Regierung des Bundesstaates Madhya Pradesh (GoMP) bei der Finanzierung und Durchführung eines entsprechenden Programmes zu unterstützen. Die Regierung des Bundesstaates wird weitere 21,5 Millionen EUR für die Durchführung des Programmes beisteuern. Das zur Verfügung stehende Budget beläuft sich somit auf 71,5 Millionen EUR.

Mit Hilfe dieses Budgets sollen die mittelgroßen Städte Barwani, Hoshangabad, Mandla, Narsinghpur und Sendhwa mit einer derzeitigen Gesamteinwohnerzahl von knapp 400.000 Einwohnern bei dem Neubau von Kanalnetzen und Kläranlagen unterstützt werden. Eine wesentliche Zielsetzung besteht auch in der Verbesserung der Wasserqualität des Narmada. Weiterhin sollen die Lebensbedingungen besonders für die besonders arme Bevölkerung sowie die institutionellen und organisatorischen Prozesse bei der übergeordneten Utility (UDED) und den Kommunen verbessert werden (Capacity Development).

In Abstimmung mit dem Urban Development and Environment Department (UDED) in Bhopal beauftragte die KfW Entwicklungsbank im April 2016 ein Joint Venture der Gauff Consultants, GOPA Infra, und Voyants Solutions mit der Planung der erforderlichen Investitionsmaßnahmen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie. Das Projekt wurde Mitte Juni 2016 gestartet. In Übereinstimmung mit dem Auftraggeber wurde ein erster „Kick-off Workshop“ mit allen Projektbeteiligten organisiert. In diesem Workshop wurden alle wesentlichen Projektakteure mit den verschiedenen Projektphasen vertraut gemacht und über die Inhalte, die in jeder einzelnen Phase bis März 2017 bearbeitet werden sollen, informiert.

Um sich mit den lokalen Bedingungen vertraut zu machen, und um sich ein präzises Bild der Projekterfordernisse machen zu können, führte das Team als eine der ersten Maßnahmen eine Bestandsaufnahme in den Kommunen Hoshangabad, Barwani, Mandla, Narsighpur, Vidisha und Sendhwa durch. In diesem Rahmen wurde auch ein Überblick über die bestehenden Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen sowie die wesentlichen Probleme dieser Einrichtungen gegeben. Dabei wurde festgestellt, dass es kein ganzheitliches System zur Sammlung, Behandlung und Entsorgung der generierten Abwässer und der festen Siedlungsabfälle gibt. Die prognostizierten Bevölkerungszahlen für die fünf Städte belaufen sich auf ca. 580.000 Einwohner. Die Bevölkerung der Stadt Hoshangabad stellt mit ca. 212.000 Einwohnern ungefähr 36% der gesamten geschätzten Bevölkerung im Projektgebiet dar.

Im Rahmen der Studie wurden Investitionsmaßnahmen für jede einzelne Stadt definiert. Gleichzeitig wurden Empfehlungen für die Umsetzung der Baumaßnahmen sowie den Betrieb und die Wartung der neuen Einrichtungen ausgearbeitet. Im Einklang mit der nationalen und bundesstaatlichen Regierungspolitik wird davon ausgegangen, dass die Kommunen, welche die Nutznießer dieses Projektes sind, betriebliche Verantwortung für die einzurichtenden Infrastrukturen übernehmen sollen. Dies umfasst zumindest die Übernahme der Betriebs- und Wartungskosten, die professionelle Durchführung von operativen Dienstleistungen mit Hilfe von qualifiziertem Personal und adäquater Ausrüstung, sowie die Bereitstellung der benötigten Betriebsstoffe. Dieses langfristige Nachhaltigkeitskonzept wurde von Anfang an und während der gesamten Bearbeitungsdauer der Feasibility Studie berücksichtigt.

Die Investitionsmaßnahmen umfassen zentrale und semi-zentrale Lösungen in den fünf Städten:

  • Abwassersammelsysteme in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit eines Wasserversorgungssystems
  • Abwasserbehandlungsanlagen mit gesicherter Schlammbehandlung und -entsorgung
  • Sekundäre Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser hauptsächlich im landwirtschaftlichen Bereich, zur Straßenreinigung, zur Landschaftsgestaltung etc.

Basierend auf der von Gauff Consultants erbrachten Leistung, haben die KfW und der Auftraggeber beschlossen, Phase 2 in Form einer „Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen für fünf Städte“ einzuleiten, die nach der Machbarkeitsstudie bis Ende Mai 2017 umgesetzt werden soll.

Der fünftlängste Fluss des indischen Subkontinents fließt westwärts auf einer Länge von 1.312 km in das Arabische Meer

Der fünftlängste Fluss des indischen Subkontinents fließt westwärts auf einer Länge von 1.312 km in das Arabische Meer

 

Gauff’s Dr. Glasenapp in einer Besprechung mit dem leitenden Kommunalbeamten in Hoshangabad

Johann Pichler-Stainern, Dr. Joachim Glasenapp und Günter Häfner (Gauff Consultants) in einer Teamsitzung mit den leitenden Kommunalbeamten in Hoshangabad

 

Entwurfsplanung für die Stadt Hoshangabad mit einer geschätzten Einwohnerzahl von 212.000 Einwohnern

Struktur der Einzugsgebiete für die Stadt Hoshangabad mit einer geschätzten Einwohnerzahl von 212.000 Einwohnern


Auftraggeber:
Urban Development and Environment Department (UDED) von Madhya Pradesh handelnd durch das städtebauliche Entwicklungsunternehmen Madhya Pradesh Urban Development Company (MPUDC), Bhopal, im Bundesstaat von Madhya Pradesh, Indien.

Für weitere Informationen bezüglich dieses von Gauff Consultants durchgeführten Projektes, kontaktieren Sie bitte Rachana Yelpure.